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Interview mit Charlie Cooper

Seit Jahrzehnten schon steht der Name Cooper für britische Ingenieurskunst. Eine Marke, die inspiriert wurde durch einen Mann, der es ablehnte nur das Bekannte und Bewährte zu tun und sich entgegen aller Kritiker dazu entschloss, seinen eigenen Weg zu gehen. Eine Marke, die zu einer Legende wurde.

JOHN-LOOKING-AT-ENGINE

John Cooper gilt als der radikalste Fahrzeugingenieur in der Geschichte des Rennsports. In den 50er und 60er Jahren entwickelte er einen revolutionären Rennwagen mit Heckmotorantrieb und veränderte so fundamental die Welt des Motorsports. Heute ist der Name Cooper weltweit für seinen legendären Mini Cooper bekannt.

Während die Geschichte des Mini Cooper seit 2001 in München bei BMW fortgeschrieben wird, befasst sich Enkel Charlie Cooper mit einem anderen Geschäftsbereich: 2009 gründete er zusammen mit seinem Vater Mike Cooper den Geschäftsbereich Cooper Bikes.

Seit 2017 schon gehen wir eine zukunftsorientierte Partnerschaft mit Cooper Bikes ein, um gemeinsam den Markt der modernen E-Mobilität zu erobern und das moderne städtische Radfahren zu verändern. Wir haben schon zwei erfolgreiche E-Bike Modelle auf den Markt gebracht und arbeiten gemeinsam weiter an innovativen Ideen und neuen Modellen.

Bei seinem letzten Besuch an unserem Hauptstandort in Daun haben wir die Möglichkeit genutzt und Charlie ein paar Fragen gestellt:

TechniBike: Was hat dich dazu bewegt in die Fahrradindustrie einzusteigen?

Charlie: Vor vielen Jahren hatte ich an der Loughborough Universität eine Knieverletzung, als ich Rugby spielte. Der beste Weg, um wieder fit zu werden, war mit dem Fahrrad zu fahren und ich habe mich sofort darin verliebt. Meine Liebesbeziehung wurde verlängert, als ich nach London zog, um einen Marketingjob bei der Sunday Times aufzunehmen, und mir wurde klar, dass ich in London am besten mit dem Fahrrad reisen konnte. Als sich dann die Gelegenheit ergab, den Bereich Cooper Bikes zu gründen, ergriff ich diese auch sofort. Nachdem ich einige Jahre für eine britische Radsportbekleidungsmarke gearbeitet hatte, kehrte ich 2017 ganztägig zu Cooper Bikes zurück.

TechniBike: Inwiefern hat deine Familienvergangenheit die Gründung deines eigenen Unternehmens beeinflusst?

Charlie: Ich hatte zuvor mit meinem Vater bei der Marke John Cooper Works gearbeitet. Cooper war schon immer eine Marke, die innovativ und abwechslungsreich war. Als mein Vater auf die Idee kam, von Autos auf Fahrräder zu wechseln, wollte ich ihm dabei helfen. Durch die Zusammenarbeit mit TechniBike haben wir jetzt die Möglichkeit, Cooper Bikes als Marke auf die nächste Stufe bei E-Bikes zu heben. Das hätte mein Großvater mit Sicherheit auch getan, wenn er gesehen hätte, wie viele Autos heutzutage unterwegs sind.

Charlie-und-Andre

TechniBike: Was ist das Wertvollste, was du von deinem Großvater gelernt hast?

Charlie: Niemals etwas für bare Münze zu nehmen und die Vergangenheit nutzen, um die Zukunft zu inspirieren. Er hat mir immer gesagt, wenn du auf der Suche nach einer Idee bist, dann geh in ein Museum - weil sicherlich schon jemand über die Beantwortung deiner Frage nachgedacht hat, du weißt es nur noch nicht.

TechniBike: Was denkst du wie sich die urbane Mobilität in den nächsten Jahren verändern wird?

Charlie: Die Städte sind gesättigt mit Bevölkerungswachstum und immer mehr Autos. Stadtlandschaften müssen sich immer mehr an Prioritäten, Fußgänger, Radfahrer (und E-Biker) sowie öffentliche Verkehrsmittel anpassen. Ich bin auch ein großer Liebhaber von Autos, aber ich muss zugeben, dass die Stadtzentren der Zukunft fast alle autofrei sein werden. Es gibt nichts Befreienderes, als mit dem Fahrrad auf einer ruhigen Straße in der Innenstadt zu fahren, wenn der ganze Verkehr weg ist.